Offener Brief von Peter Trawiel an die Stadt Halle

Offener Brief von Peter Trawiel an die Stadt Halle
von helmutgobsch @ 12.08.2006 – 08:01:17

Psychische Folter gegen Opfer der SBZ/DDR in Sachsen-Anhalt – Kommission für Menschenrechte der EU um Hilfe angerufen
Peter Trawiel
Wintergartenstraße 02-20.6
04103 Leipzig
Tel. Fax 0341- 4811484
Peter.trawiel@superkabel.de“>peter.trawiel@superkabel.de

Stadt Halle an der Saale
Oberbürgermeisterin Frau Ingrid Häußler
Bürgermeisterin Dagmar Szabados
Abgeordnete des Stadtrates ( außer SED/PDS) Leipzig, den 12. August 2006

Offener Brief

Die Australierin Anna Funder wurde mit dem Buch „Stasiland“ bekannt.

Funder sprach für ihr Buch mit Stasi- Mitarbeitern und auch mit vielen ehem. DDR- Bürgern, die in die Mühlen des SED- Systems geraten waren. Entstanden ist ein Sachbuch über Zivilcourage Lebenslügen und Verrat, über Widerstand und Unmenschlichkeit.

Jetzt erscheint „ Stasiland“ neu im Fischer Taschenbuch Verlag. Anna Funder reist deshalb eine Woche lang mit einem australischen Kamera-Team durch Deutschland. Über sie und alte Stasi- Kader soll ein Film gedreht werden.

Die alte SED, die zu ihrem Schutz und zur Unterdrückung der Menschen in dem von ihr beherrschten Teil Deutschlands die Stasi geschaffen hatte, war in ihrem Machtbereich nie vom Volk zum Regieren legitimiert.

Heute aber regiert die SED- PDS- Die. Linke in Ostdeutschland wieder mit. Ihre Wählerklientel kommt überwiegend aus der alten Nomenklatura, ihrer Stasi, aus ihren gesamten Unterdrückungsapparat. Es ist eine Klientel, die Demokratie und Rechtstaat immer ablehnte, so dass ihre Selbstdarstellung als demokratische Partei mehr als fragwürdig ist.

Anna Funder könnte auch nach Halle reißen und das Fortleben der alten Strukturen von Unmenschlichkeit durch Verletzung von Recht, Moral und Menschenwürde gegenüber politischen Opfer des SED- Stasi Regimes feststellen.

Oberbürgermeisterin Häußler, Bürgermeisterin Szabados, leitende Beamten der Stadt mit Unterstützung der SED-PDS beteiligen sich daran. Sie könnte die folgen von Stasiland für Menschen die in die Fänge des SED- Regimes geraten sind, sehen: Wie sie sich heute gegen einen öffentlichen Dienst in Sachsen- Anhalt aus den folgen ihrer politischen Verfolgung sich währen müssen, der glaubt, rechtswidriger Druck auf Opfer der politischen Verfolgung haben etwas mit Demokratie zu tun.

Ihnen ist bekannt, dass ich die Stadt Halle auf Schadenersatz und Schmerzensgeld verklagt habe.

Das unrechtmäßige Vorgehen gegen mich, inzwischen in mehreren Urteilen vom Verwaltungsgericht Halle korrigiert,

kostete mich in den Jahren seit 1999 nicht nur Zeit und Schreibarbeit, sondern auch Gesundheit und Lebenskraft.

Das Verfahren geht in die zweite Instanz. Nach Protest von Opferverbänden ist die Staatsanwaltschaft unter anderem aufgefordert, den Tatbestand der Volksverhetzung gegen politische Opfer der SED-Regimes zu Prüfen.

Unter anderem die „Berliner Zeitung“ ist heute aus Anlass des Mauerbaues vor 45 Jahren, mit dem meine politische Verfolgung durch das kommunistische Regime sich verfestigte, ein Artikel erschienen, den ich Ihnen zur Lektüre empfehle.

Vielleicht verstehen Sie dann, warum ich als Zeitzeuge des kommunistischen Verbrechens nicht aufgeben werde, um mein Recht durchzusetzen. Wer in der DDR jahrzehntelang für Demokratie gestritten hat, will nicht in einer neuen Diktatur aufwachen.

Peter Trawiel
Mitglied der Vereinigung der Opfer des Stalinismus

Ein Gedanke zu „Offener Brief von Peter Trawiel an die Stadt Halle

  1. harald kramer

    Sehr geehrter Peter Trawil,
    ich habe ihnen zu berichten das ich enttäuscht war als die grenzen aufgingen und dieses drechspack aus der ddr so einfach rüber durfte.die bundesrepublik deutschland hat sich damit die läuse in den pelz gesetzt.Dieses charakterlose pack ist das spiegelbild der ehemaligen ddr und existiert heute noch.keiner war es aber alle haben mitgemacht.Rufmord,Verleumdung psychoterror auf gemeinster weise alles diente dazu den probanden dazu zu bringen eine unüberlegte handlung zu begehen.dann konnte man ihn eisperren und als krieminell behandeln.hier hatte man wieder wirklich krimminelle ohne charakter und würde rausgesucht die für vorzeitige entlassung bereit waren diesen menschen das leben noch schwerer zu machen.

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